Studierende lernen sich zum Semesterstart kennen

Neu in der Stadt fürs Studium? 5 Tipps, wie Ihr Anschluss findet

Neue Stadt, neues (WG-)Zimmer, neue Uni — und plötzlich kennt Ihr vor Ort kaum jemanden. Im Studium Anschluss zu finden, kann dann deutlich schwieriger sein als gedacht: Alles ist neu, vertraute Menschen sind weit weg und selbst ein lockeres Gespräch kostet zunächst Überwindung. 

Mit dem Studienbeginn startet für viele von Euch ein komplett neuer Lebensabschnitt. Das ist aufregend, kann aber eben auch ziemlich einschüchternd sein. Schließlich geht es nicht nur darum, den richtigen Hörsaal zu finden, sondern auch darum, neue Leute kennenzulernen, Freundschaften zu schließen und sich in der neuen Stadt nicht verloren zu fühlen.

Die folgenden Tipps helfen Euch dabei, im Studium Anschluss zu finden — ganz ohne Euch zu verbiegen oder jeden Smalltalk direkt auf Endgegner-Level spielen zu müssen.

Tipp 1: Nutzt Ersti-Gruppen, bevor das Semester startet

Ein guter erster Schritt ist es, schon vor Semesterstart mit anderen Studierenden in Kontakt zu kommen — idealerweise mit Leuten aus Eurem Studiengang. Das klingt erst einmal schwierig: Wie sollt Ihr Leute kennenlernen oder sogar Freundschaften schließen, wenn Ihr die Universität bisher noch gar nicht besucht habt?  

Hilfreich sind beispielsweise Ersti-WhatsApp-Gruppen für Eure Uni, Euren Studiengang oder Eure Stadt. Auf Seiten wie Ersti-Gruppen könnt Ihr schon vor dem Semesterstart nach passenden Angeboten für Eure Hochschule oder Euren Studiengang suchen. Ein Blick auf die Seiten der Fachschaften, die Hochschulwebsite, Instagram oder den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) kann sich ebenfalls lohnen.

Uns ist bewusst, dass es Überwindung kosten kann, neue Kontakte zu knüpfen — und das ist auch völlig normal. Ihr müsst dafür aber nicht direkt die lauteste Person in der Runde sein. Oft reicht schon eine kurze Nachricht wie: „Hey, studiert hier noch jemand XY und hat Lust, vor der ersten Vorlesung gemeinsam einen Kaffee trinken zu gehen?“

Vergesst nicht: Viele Studis sind aus genau demselben Grund dort wie Ihr — sie wollen ankommen, neue Leute kennenlernen, idealerweise Freundschaften schließen und nicht allein vor dem ersten Raumplan verzweifeln.

Tipp 2: Geht zu Ersti-Veranstaltungen — auch wenn’s Überwindung kostet

Habt Ihr erst einmal die ersten Kontakte geknüpft, werdet Ihr wahrscheinlich ziemlich schnell auf Ersti-Veranstaltungen und Partys stoßen. Falls Ersti-Partys nicht Euer Ding sind, ist das völlig okay. Große Feiern sind nämlich nicht die einzige Möglichkeit, neue Leute kennenzulernen. Häufig gibt es auch Campustouren, Spieleabende, Picknicks, Kneipentouren oder Treffen der Fachschaft. Gerade kleinere Veranstaltungen können angenehmer sein, weil Gespräche dort oft leichter entstehen.

Solche Termine findet Ihr nicht nur in Ersti-Chats. Auch Fachschaften und Studiengänge kündigen Veranstaltungen auf Instagram, auf der Hochschulwebsite oder über Aushänge vor Ort an. Und nebenbei merkt Ihr dort ziemlich schnell: Auch die anderen haben ihr Sozialleben noch nicht komplett durchgespielt.

Tipp 3: Sprecht Leute im Uni-Alltag aktiv an

Sobald die Uni beginnt, ergeben sich auch im Alltag viele Möglichkeiten, neue Leute kennenzulernen. Freundschaften im Studium entstehen oft nicht durch den einen perfekten Moment, sondern durch viele kleine Gespräche: vor der Vorlesung, in der Mensa, nach dem Seminar oder beim gemeinsamen Rätseln über die Prüfungsordnung.

Versucht deshalb, Euch in Vorlesungen nicht direkt abzuschotten. Setzt Euch zum Beispiel neben andere Studierende und lasst das Handy vor Beginn der Veranstaltung noch kurz in der Tasche. Seid mutig und sprecht direkt Kommiliton:innen an, die Euch auf den ersten Blick sympathisch erscheinen. Mögliche Gesprächseinstiege wären beispielsweise:

– „Ist der Platz noch frei?“
– „Weißt Du, ob wir die Folien irgendwo finden?“
– „Hast Du verstanden, was wir bis nächste Woche machen sollen?“

Viele werden Euch gerne antworten und haben wahrscheinlich ganz ähnliche Fragen.  Fangt einfach klein an, zeigt Interesse und schaut, ob sich ein Gespräch ergibt. Vielleicht ergibt sich daraus ein gemeinsamer Kaffee, ein Besuch in der Mensa oder sogar eine Lerngruppe. Ob sich daraus irgendwann eine Freundschaft entwickelt, zeigt sich mit der Zeit.

Tipp 4: Schaut über Euren Studiengang hinaus

Wenn Ihr Euch nur in Eurem eigenen Studiengang bewegt, verpasst Ihr schnell, was Eure Uni darüber hinaus noch zu bieten hat. Viele Hochschulen haben weit mehr als Vorlesungen und Seminare zu bieten.

Ihr könnt zum Beispiel an Sprachkursen oder Debattierclubs teilnehmen, beim Hochschulsport aktiv werden oder Euch in einem Chor, einer Band oder einem Orchester musikalisch engagieren. Vielleicht werden an Eurer Hochschule auch regelmäßige Treffen rund um Filme, Bücher, Gaming oder Musik von Studierenden organisiert. Schaut dafür am Schwarzen Brett, auf der Hochschulwebsite oder auf den Social-Media-Kanälen Eurer Hochschule und studentischen Initiativen vorbei.

Solche Angebote bringen nicht nur Abwechslung in Euren Studienalltag, sondern helfen Euch dabei, weitere Studis kennenzulernen. Schließlich verbindet Euch direkt ein gemeinsames Interesse – und damit ist auch für den ersten Gesprächsstoff gesorgt.
P.S.: Für manche Angebote gibt es sogar zusätzliche ECTS-Punkte. 😉

Tipp 5: Lernt über Nebenjobs neue Leute kennen

Ein Nebenjob im Studium kann nicht nur Euren Kontostand aufbessern, sondern auch Euer soziales Leben bereichern. Gerade bei Jobs, in denen Ihr im Team arbeitet, kommt Ihr schneller ins Gespräch und teilt gemeinsame Erlebnisse  — deutlich angenehmer, als allein im Wohnheim auf neue Nachrichten zu warten.

Besonders geeignet sind dafür Eventjobs, da Ihr meistens mit anderen unterwegs seid, gemeinsam Aufgaben übernehmt und direkt Gesprächsstoff habt. Bei SwiftShift könnt Ihr flexible Eventjobs in der Gaming- und Entertainment-Branche übernehmen — zum Beispiel auf Messen, Conventions oder bei Promotion-Aktionen. Dabei seid Ihr häufig mit anderen Studis im Team unterwegs, verdient Geld und lernt ganz nebenbei neue Leute kennen. 

Natürlich ist nicht jeder Nebenjob automatisch ein Freundschafts-Booster. Aber überall dort, wo Ihr regelmäßig mit Menschen zusammenarbeitet, stehen die Chancen gut, neue Kontakte zu knüpfen. Besonders praktisch ist ein Nebenjob in Eurer Uni-Stadt: kurze Wege, mehr lokale Kontakte und vielleicht Leute, die auch nach Feierabend nicht direkt zwei Bundesländer weiter verschwinden.

Wenn es Überwindung kostet, im Studium Anschluss zu finden

Falls Euch das alles erst einmal Überwindung kostet, dann seid Ihr damit nicht allein. Viele Studierende fühlen sich zu Beginn unsicher, auch wenn es von außen oft nicht den Anschein macht. Nicht jeder Kontakt wird direkt zur Freundschaft, und das muss er auch nicht. Manchmal bleibt es bei einem netten Gespräch, einem kurzen Austausch vor der Vorlesung oder einer gemeinsamen Mensa-Pause — und auch das ist schon mal ein Anfang.

Wenn es mit einer Person nicht direkt klickt, ist das kein Weltuntergang. Dann war es trotzdem ein kleiner Schritt raus aus der Komfortzone und vielleicht eine gute Übung fürs nächste Mal. Und selbst wenn Ihr im ersten Semester noch nicht Eure Menschen gefunden habt: Bitte werft nicht direkt die Flinte ins Korn. Freundschaften entstehen nicht immer in Woche eins. Manchmal entwickeln sie sich erst später — zwischen Mensa, Partnerarbeit, Hochschulsport und der gemeinsamen Frage, warum eigentlich niemand die Prüfungsordnung versteht.

Wenn Euch Einsamkeit oder soziale Angst dauerhaft stark belasten, ist es außerdem völlig okay, Euch Unterstützung zu holen. Viele Hochschulen und Studierendenwerke bieten Beratungsangebote an, bei denen Ihr erstmal unverbindlich anklopfen könnt. Gebt Euch Zeit. Anschluss zu finden ist kein Wettbewerb — und Ihr müsst nicht schon nach den ersten Wochen Eure Freund:innen fürs Leben gefunden haben. 

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